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Melatonin, ein Hormon der Zirbeldrüse, ist vor allem für seine schlaffördernde Wirkung bekannt. Aber wussten sie, dass es auch potenzielle krebsbekämpfende Wirkungen hat? Forscher aus dem Iran überprüften die Antikrebs-Eigenschaften von Melatonin und kamen zu dem Schluss, dass Melatonin starke krebsbekämpfende Eigenschaften besitzt.

Die in der Fachzeitschrift Toxicology and Applied Pharmacology veröffentlichte Studie befasste sich mit den molekularen Antiangiogenese-Wegen, die durch Melatonin hervorgerufen werden, und den verantwortlichen Prozessen bei verschiedenen Krebsarten sowohl in Tierversuchen als auch in Labortests.

Es wurde berichtet, dass Melatonin mehrere biologische Aktivitäten einschließlich der Antitumorwirkung aufweist. Als Ergänzung übt Melatonin seine krebsschützende Wirkung durch Hemmung der Angiogenese aus. Angiogenese ist ein Prozess, bei dem neue Blutgefäße aus alten gebildet werden; Es ist natürlich mit der Entwicklung des Organismus und dem Leben verbunden. Dieser Prozess spielt eine große Rolle beim Fortschreiten von Tumoren. Die Regulierung der Angiogenese wird als potentielles Heilmittel bei Wachstum und Verformung von Zellen angesehen, da erhöhte Angiogenese ein Hauptmerkmal der Tumorprogression ist.

Die Forscher fanden heraus, dass Melatonin die Angiogenese hemmt, indem es die Nährstoffe und die Sauerstoffversorgung von Krebszellen anvisiert. Es zielt hauptsächlich auf Hypoxie-induzierten Faktor-1alpha (HIF-1alpha) und die unter seiner Kontrolle stehenden Gene, wie den vaskulären Endothelial Growth Factor (VEGF). Melatonin hemmt die Translokation von HIF-1alpha und die Migration, Invasion und Röhrenbildung von Endothelzellen.

Aus diesen Ergebnissen schließen die Forscher, dass Melatonin die Angiogenese im Kampf gegen Krebs hemmt.

Andere Wege wie Melatonin Krebs abwehrt

Melatonin wird oft als „Schrittmacher“ des Körpers bezeichnet und ist ein Hormon, das mit der Zirbeldrüse zusammenarbeitet, um die innere Uhr des Körpers zu regulieren und dem Körper mitzuteilen, welche Tageszeit und welche Jahreszeit es ist. Melatonin und die Zirbeldrüse helfen, zirkadiane Rhythmen und den Schlafzyklus zu regulieren. Melatonin beeinflusst auch fast jede Zelle im Körper. Es wurde auch berichtet, dass Melatonin ein Tumorsuppressor für verschiedene Krebsarten, einschließlich Brustkrebs, ist. Verschiedene Forscher haben untersucht, wie Melatonin gegen Brustkrebs schützt, und hier einige ihrer Erkenntnisse:

  • Melatoninproduktion beeinflusst die Entwicklung von Brustkrebs: In einer in der Zeitschrift Endocrine Related Cancer Cancer veröffentlichten Studie untersuchten die Forscher, wie sich die nächtliche Exposition bei künstlichem Licht auf die Melatoninproduktion und den Brustkrebs auswirkte. Aufgrund der gesammelten Daten war die Zahl der Brustkrebsfälle bei Menschen, die nachts arbeiteten und künstlichem Licht ausgesetzt waren, hoch. Die Forscher glauben, dass dies zum Teil auf die Rolle von Melatonin bei der Regulierung von Östrogen-metabolisierenden Enzymen und „Uhrengenen“ zurückzuführen ist.
  • Melatonin bringt Krebszellen in den Schlaf: Krebsforscher Dr. David E. Blask stellte auch fest, dass Melatonin bei der Brustkrebsprävention helfen kann, indem es Krebszellen in den Schlaf versetzt. Er fand heraus, dass der nächtliche Melatoninspiegel im Blut das Wachstum von Brustkrebs um 70 Prozent hemmen kann.
  • Melatonin hilft bei der Steuerung des Östrogenspiegels: Eine australische Studie aus dem Jahr 2012 hat gezeigt, dass Melatonin zur Regulierung des Östrogens beiträgt, indem es Östrogen-abhängige Gene reduziert. Es wehrt schädliche Xenoöstrogene ab und hemmt die Östrogenproduktion in Brustfettfibroblasten (BAFs), um eine Überdosierung von Östrogen zu verhindern. BAFs bilden die dichte Masse, die um bösartige Brustepithelzellen vorhanden ist, und sind die primäre Quelle für Östrogen in Hirntumoren bei Frauen nach der Menopause.
  • Melatonin verursacht Krebszelltod: Chinesische Forscher haben gezeigt, dass Melatonin den Zelltod induziert, indem es spezifische Proteine ​​und Signalwege hemmt.
  • Melatonin stärkt das Immunsystem: Melatonin stärkt auch das Immunsystem, was für die Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs und anderen Krankheiten wichtig ist. Forscher fanden heraus, dass Melatonin als Antioxidans wirkt und die Produktion von T-Helferzellen im Körper fördert. Forscher aus Indien haben 2011 herausgefunden, dass Melatonin Menschen mit Brustkrebs, hepatozellulärem Karzinom oder Melanom zugute kommt.

 

Quellen (unter anderem):

Science.news

ScienceDirect.com

TheTruthAboutCancer.com

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